Peter Richter, 89/90

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Peter Richter wurde 1973 in Dresden geboren. Zur Zeit der Wende und des Mauerfalls war er 16 Jahre alt. In seinem autobiografischen Rom beschreibt der das aus seiner Sicht chaotische Ende der DDR.
Sein Jahrgang gehörte zu den letzten in der DDR, die noch »vormilitärischen Unterricht« hatten und sie waren die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst ’89 gegen die Staatsmacht anwandten, als es im Rahmen der deutschen Einheit zu regelrechten Straßenschlachten in Dresden kam.

Wie schon beim Lesen von Juli Zehs „Unterleuten“ und Uwe Tellkamps „Der Turm“ fühle ich mich auch beim Lesen dieses Romans ein bisschen wie in einem Museum. Ich war damals nur wenig älter, aber bei uns „im Westen“ war die Welt so anders. Vielleicht könnte man sagen, schon viel „oberflächlicher“, „satter“ und „bequem eingerichtet“.

Amüsant zu lesen, was auch an der verwendeten leicht schnoddrigen Sprache liegt. Alle Namen werden nur mit großem Anfangsbuchstaben abgekürzt, die Personen dafür großzügig anderweitig charakterisiert. Das Erzähltempo ist flott und am Ende wundert man sich, wie viel Erleben in so wenigen Monaten passieren kann.
Und wenn ich den Rezensionen bei Amazon glauben darf, dann war die Wendezeit in Dresden wirklich so.

Bei Amazon als Taschenbuch für 10,99 Euro: 89/90: Roman

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